Ein besonderer Tag für unsere Kirchengemeinde: Am 12. September wurde in der Christuskirche nach über 40 Jahren wieder ein Pfarrer ordiniert. Johannes Göpffarth erhielt in einem feierlichen Gottesdienst das Recht zur öffentlichen Wortverkündigung, Sakramentsverwaltung und Seelsorge und trat damit offiziell seinen Dienst als unser neuer Pfarrer an. Zuvor war er als Vikar in Rosenheim und Stephanskirchen tätig.
Doch nicht nur ein neuer Pfarrer wurde an diesem Tag in seinen Dienst eingeführt. Unter der musikalischen Begleitung unseres Kirchen- und Posaunenchors und in Anwesenheit von Dekanin Dagmar Häfner-Becker wurde auch unser neuer Vikar Maximilian Rosin gesegnet. Damit beginnt für ihn sein zweijähriger Dienst in unserer Kirchengemeinde.
„Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist“
Regionalbischof Thomas Prieto Peral griff in seiner Ansprache den Ordinationsspruch von Johannes Göpffarth auf: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen.“ (Sacharja 4,6). Gerade angesichts der vielen Entwicklungen, die Menschen heute beschäftigen und mit Sorge erfüllen, verwies er auf die Kraft des Geistes Gottes. Seelsorge bedeute, Menschen in solchen Situationen zu begleiten und ihnen Gottes Gegenwart und Hoffnung zuzusprechen. Mit diesen Worten vertraute er Johannes Göpffarth und Maximilian Rosin ihrem Dienst in unserer Kirchengemeinde an.
Im Anschluss an die Vorstellung wichtiger Wegbegleiter von Johannes Göpffarth und die Ordinationszeremonie wurde auch Maximilian Rosin für seinen Dienst gesegnet. In den kommenden zwei Jahren wird er die unterschiedlichen Arbeitsbereiche unserer Kirchengemeinde kennenlernen. Begleitet wird er dabei von seiner Mentorin Pfarrerin Cordula Zellfelder.
Gute Wünsche und besondere Geschenke
Beim anschließenden Stehempfang im Gemeindehaus wurde deutlich, wie viele Menschen sich über die beiden neuen Gesichter in unserer Kirchengemeinde freuen. Zahlreiche Wegbegleiter, Familienangehörige und Vertreter aus Kirche und Stadt überbrachten ihre Glückwünsche.
Auch der 2. Bürgermeister Georg Machl gratulierte Johannes Göpffarth zum Amtsantritt und überbrachte die Grüße der Stadt Wasserburg. Angelika Witt wünschte im Namen der Stadtkirche eine gute und „geschwisterliche“ ökumenische Zusammenarbeit.
Ein ganz besonderes Geschenk kam aus der Familie: Johannes Göpffarth erhielt wertvolle Familiendokumente, darunter den Mitgliedsausweis seiner Urgroßeltern aus der Bekennenden Kirche. Für eine kulinarische Überraschung sorgte Diakon Bernd Stephan, der Äpfel aus seinem Pfarrgarten mitgebracht hatte – „sündhaft“ gut, wie er augenzwinkernd versprach.
Zum Schluss noch eine kleine Prüfung
Ganz ohne Prüfung kamen die beiden neuen Mitarbeitenden allerdings nicht davon: Zum Abschluss stellte der Kirchenvorstand Johannes Göpffarth und Maximilian Rosin mit einem Quiz über Wasserburg und unsere Kirchengemeinde auf die Probe. Beide absolvierten diese Aufgabe mit Bravour.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und wünschen Johannes Göpffarth und Maximilian Rosin für ihren Dienst in unserer Kirchengemeinde Gottes reichen Segen!
(Text: Karlheinz Rieger, Johannes Göpffarth)
