ökumenischer Regen-ohne-Bogen-Gottesdienst

Zum Abschluss der Regenbogenaktion in der Coronazeit (s.u. auf der Homepage) gab es nun endlich einen ökumenischen Gottesdienst. Weil es regnete, fand der in der Kirche statt - sonst wäre vielleicht draußen wirklich ein Regenbogen am Himmel zu sehen gewesen.

Karl-Heinz Rieger hat dazu geschrieben:

Eine Ostereiersuche im Juli? Corona macht’s möglich. In der evangelischen Christuskirche konnten gut 20 Kinder mit großem Spaß am Ende eines besonderen ökumenischen Gottesdienstes im gesamten Kirchenraum versteckte Eier aufspüren. Der Grund für diese verspätete Suche: Ein altes Versprechen wurde eingelöst, das im Rahmen der überregionalen ökumenischen ‚Aktion Regenbogen‘ von der katholischen Pfarrgemeinde und der evangelischen Kirchengemeinde gegeben worden war. Wegen der Corona bedingten Beschränkungen hatte es bisher nicht eingelöst werden können.
Zahlreiche Regenbogenbilder, von kleinen und großen Künstlerinnen und Künstlern in der Region ab Ende März liebevoll gestaltet, zieren noch immer die Fenster des evangelischen Ge-meindehauses in der Surauerstraße. Denn Irene Kränzlein, regionale Koordinatorin der Regenbogenaktion, wollte damals vor allem Kindern mit dem Farbband am Himmel - trotz Corona - ein wunderbares Zeichen für die Liebe Gottes zu uns Menschen vermitteln, auch wenn andere Kontakte stark eingeschränkt waren.
Den Gedanken, Gemeinschaft als gesellschaftliches Ziel hochzuhalten, darum ging es in diesem Gottesdienst ebenso, wie um die Sorgen, die wegen Corona vor allem Kinder auch aktuell noch beschäftigen. Die Möglichkeit, letztlich persönliche Hoffnungen und Erwartungen auch in die Hände Gottes legen zu können, stand dabei im Vordergrund.
Mit Hilfe Noahs und seiner familiären Isolation auf der Arche während der Sintflut, die wohl ähnliche elementare Fragen zu einer ungewissen Zukunft aufgeworfen haben mag, wurde von Irene Kränzlein und den Kindern der Bogen zur Gegenwart gespannt. Im Gespräch miteinander formulierten die Kinder beispielhaft alle kindlichen Sorgen zu fehlenden Kontakten, leergekauften Nudelregalen oder ausgefallener Schule.
„Ich schleuder meine Sorgen auf Gott.“ erklang es schließlich in einem Lied, instrumental begleitet durch Anja Zwiefelhofer und die Familie Geiger. Und symbolisch wurden alle verbleibenden Fragen und Probleme in einem großen Sack eingefangen und am Altar in die Hände Gottes gelegt.
Unter Einhaltung aller Abstandsregeln durften schließlich nach und nach alle anwesenden Kinder mit ihren Familienangehörigen den gesamten Kirchenraum nach versteckten Schokoladeneiern absuchen und auch noch nach dem Verlassen der Kirche ein Eis genießen.